Budapester Tagblatt (1878, 1884-1911, 1913-1915)

budapestertagblatt

Budapester Tagblatt Täglich erscheinendes demokratisches Organ

Első szám: 1878. július 30. – 1878. szeptember 16.

Folytatása: 1884-1911, 1913-1915. 1-32. évfolyam

Melléklete: Austellung-Zeitung des Budapester Tagblatt 1885. május 9.-1885. szeptember Frauen Zeitung 1888. november 14.-1892.

Szerkesztő(k): Buchbinder L.B., Lajos Bernát, Grecsák Károly

Beköszöntő:

Unser Bweck

Zu Tagen, wo Programmreden billig wie Brombeeren find, und bei dem Umstande, dass zehnjährige Erfahrungen nicht dazu beigetragen haben, den Werth derselben besonders zu erhöhen: widerstrebt es uns fast, an die Spitze unseres Blatters ein Progranun zu stellen. So gross jedoch die Ahnlichkeit ist zwischen dem Kandidaten, der durch seine Programmrede das Zutrauen seiner Wähler, und einem Blatte, welches durch dasselbe Mittel, jenes seiner Leser zu gewinnen sucht, so ist doch ein gewaltiger Unterschied zwischen beiden, und dieser ist massgebend genug, dass wir uns tross unseres Widerstrebens dennoch entschlossen haben, unser Unternehmen mit einigen Worten einzubegleiten. Worin liegt dieser Unterschied? Dem Abgeordneten ist die Programmrede Mittel zum Bweck. Erwendet das Mittel vielverhheissender Berspechungen, tönen der Bhrafen, weitgehender Beheisungen an, um seinen Bweck zu erreichen, nämlich gewält zu werden. Hat er diesen Bweck einmal erreicht, dann geschieht es nicht selten, dass er all die schönen Worte sehr rasch wieder vergisst, und für dieselben seine andere Erinnerung bewahrt, als etwa ein dunkles Gefähl der Unbehaglichkeit, wenn er an den Ablauf seines Mandates nach drei Fahren denkt, so wie an den Moment, wo er über sein Wirfen wird Rechnenschaft ablegen müssen. Aber selbst diese kleine Unannehmlichkeit, durch wie viele Annehmlichkeiten, Bortheile und Errungenschaften wird sie aufgewogen. Ganz anders verhält es sich mit der „Programmrede” eines neuen Journals. Auch das „Budapester Tagblatt” tritt heute vor die Wähler, etwickelt seine Jeden, seine Urberzeugungen, macht Versprechungen, gibt Verheissungen, all das aber mit dem Bewusstsein, dass sein Thun und Lassen Tag für Tag kontrolliert wird, dass seine Wähler ihm das Mandat nicht auf drei Jahre, sondern zumeisst nur auf ein Vierteljahr entheilen, und dass eine Entschütferung des einmal erwordenen Vertrauens geichbedeutend ist mit der Vernichtung seiner Eristenz. Was wir versprechen ist schon deshalb ernst gemeint, weit eine Täuschung uns nicht nur nicht nüssen, sondern geradenz schädigen würde. Wir aber verspechen, ein wahres, ein echtes Volksblatt zu sein. Unabhängig nach allen Seiten hin, werden wir in jeder Frage, ohne Rüdsicht auf irgend welche Partei, einzig und allein nur von dem Standpunkte der wahren Freiheit und weitgehendsten Freisinnigkeit Stellung nehmen. Wir werden die Regierung in allen ihren wahrchaft liberalen Bestrebungen gerne unterflüssen, wir werden aber ebenso schonungs als rückhaltslos gegen sie ankämpfen, wenn sie sich, wie wir dies leider wiederholt zu erfahren Gelgenheit hatten, von reaktionären Gelüsten wieder heintsuchen lassen solte. Unsere lokalen Interessen werden an uns die wärmsten Träger und Vertheidiger finden. Budapest utuss aufhören, dass Aschenrödet des Reiches und einer verblendeten Regierung zu sein. Unsere Baterstadt soll sich zu der Würde emporschwingen, welche ihr als der Metropole eines grossen Landes gebührt. Wir wollen es gross, schön, herrlich, reich sehen, zu unserer Freunde, zum Trosse seiner Feinde. Vorzüglich geplegt wird von uns die Theaterrubrit sein; das soll seine Spezialität unseres werden, in welches.

Elköszönő:

Mit dem 1. September begann ein neues Abonement auf das unabhängige, liberale Journal „Pester Tegblatt”, das einzige in deutscher Sprache erscheinende Organ der gemässigten Linfen. Unsere bisherige Wirksamfer und der ungetheifte Beifall, den dieses Blatt in allen liberalen Preifen gefunden, lassen die Entwicklung eines Programmes und jede Selbtanpreifung als überflüssig erscheinen das Pester Tagblatt wird auch in Zukunft die Interessen der Freiheit und Unabhängigkeit unseres Baterlandes eisrig und unerschrocken vertreten. – Der eröffnete Reichstag und das wiederbeginnende politische Leben bürgen dafür, dass das „Pester Tagblatt” schon vermöge der Stafffühle an Interesse nur gewinnen kann.

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